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Türkei

Wirtschaftsprofil

WIRTSCHAFT: Rund 35% der türkischen Bevölkerung leben noch auf dem Land und sind in der Landwirtschaft beschäftigt, insbesondere im infrastrukturell wenig entwickelten Osten und Südosten. Der Agrarsektor macht 14% des Bruttosozialproduktes aus. Bei den Agrarexporten stehen Tabak und Baumwolle an erster Stelle, in kleineren Mengen werden auch Weizen, Zuckerrüben, Haselnüsse, Weintrauben, Oliven und Zitrusfrüchte ausgeführt. Das Land ist reich an Bodenschätzen, darunter Kupfer, Chrom, Borax sowie Bauxit und Kohle. Die Erdölförderung spielt inzwischen auch eine wichtige Rolle, das Land besitzt eigene Raffinerien. Die Fertigungsindustrie konzentriert sich vor allem auf die Bereiche Textilien, Fahrzeugbau, Chemie, Maschinen und Elektronik. Der Tourismus konnte in den letzten Jahren einen enormen Zuwachs verzeichnen und hat sich zu einem der Hauptdevisenbringer entwickelt. 1999 besuchten 6,8 Mio. Auslandsgäste die Türkei, was einen leichten Rückgang zu den Vorjahreswerten darstellt. Seitdem die Regierung eine liberalere Wirtschaftspolitik verfolgt, hat sich das Handelsvolumen gewaltig vergrößert; der Wirtschaftsverkehr mit dem Ausland wurde dabei schwerpunktmäßig vom Nahen Osten nach Europa (vor allem zu den EU-Ländern) verlagert. Weitere Exportmärkte dürften sich in den neuen Republiken im Süden der ehemaligen Sowjetunion eröffnen. Nach hohen Wachstumsraten in den achtziger Jahren sank das Bruttosozialprodukt 1999 um 2%. Die konstant hohe Inflationsrate von 80% (1998), das Haushaltsdefizit sowie mangelndes Fremdkapital bereiten der Regierung einiges Kopfzerbrechen. In einem 1998 mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verabredeten Anpassungsprogramm hat sich die Türkei zu umfassenden Strukturreformen mit dem Ziel einer deutlichen Rückführung der Inflationsrate verpflichtet. Ein auf 3 Jahre angelegtes Beistandsabkommen mit dem IWF, das der Türkei umfangreiche monetäre Hilfe zusagt, trat am 1.1.2000 in Kraft. Seit 1964 ist die Türkei mit der damaligen EG assoziiert; der Wunsch auf Vollmitgliedschaft in der Europäischen Union wird jedoch in Brüssel bislang mit Zurückhaltung aufgenommen. Wichtigste Handelspartner sind die EU-Länder, vor allem Deutschland, sowie die USA und Saudi-Arabien. 1992 unterzeichnete die Türkei zusammen mit weiteren 10 Staaten ein Abkommen zur regionalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit (Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Bulgarien, Georgien, Griechenland, Moldawien, Rumänien, Russische Föderation und Ukraine). Am 1. Januar 1996 trat die Zollunion zwischen der EU und der Türkei in Kraft. Beim Europäischen Rat von Helsinki (Dezember 1999) erhielt die Türkei Kandidatenstatus.

GESCHÄFTSVERKEHR: In Geschäftskreisen wird häufig Deutsch gesprochen, türkische Sprachkenntnisse werden jedoch gern gesehen. Pünktlichkeit wird erwartet, Visitenkarten sind üblich. Geschäftszeiten: Mo-Fr 08.30-12.00 und 13.30-17.30 Uhr. Im Sommer: An der Mittelmeer- und an der Ägäisküste sind Behörden und zahlreiche andere Büros nachmittags geschlossen. Die Öffnungszeiten werden jedes Jahr vom Provinzgouverneur festgesetzt.

Kontaktadressen: Alman-Türk Ticaret ve Sanayi Odasi (Deutsch-Türkische Handelskammer)
Muallim Naci Cad. 118/4, TR-80840 Ortaköy-Istanbul
Tel: (0122) 259 11 96. Fax: (0212) 259 19 39.
E-Mail: info@dtr-ihk.de
Internet: www.dtr-ihk.de

Union of Chambers of Commerce, Industry, Maritime Commerce and Commodity Exchanges of Turkey (UCCET)
Atatürk Bulvari 149, Bakanhliklar, TR-06640 Ankara
Tel: (0312) 417 77 00. Fax: (0312) 418 32 68.
E-Mail: info@info.tobb.org.tr
Internet: www.tobb.org.tr


KONFERENZEN/TAGUNGEN: Das Crowne Plaza-Hotel in Istanbul verfügt über ein Konferenzzentrum mit Tagungseinrichtungen für bis zu 1000 Personen (Tel: (0212) 560 81 10. Fax: (0212) 560 81 55).

Weitere Informationen zu Konferenz- und Tagungsstätten in der Türkei von:

UKTAS
International Congress Centre Inc., Harbiye 80230, TR-Istanbul
Tel: (0212) 296 30 55. Fax: (0212) 296 30 99.
Internet: www.icec.org